Ebling: Interkommunale Zusammenarbeit gewinnt an Fahrt

19.12.2025

“Interkommunale Zusammenarbeit” (IKZ) ermöglicht es Landkreisen, Städten und Gemeinden in Rheinland-Pfalz, in vielen Bereichen miteinander zu kooperieren. Die Landesregierung beteiligt sich finanziell an den Anlaufkosten von IKZ-Verbünden und unterstützt die Kommunen dabei, die interkommunale Zusammenarbeit auf- und auszubauen. Nach Abschluss der letzten Förderphase im Jahr 2025 hat Innenminister Michael Ebling nun den Vertretern von 14 Kooperationsverbünden die Förderbescheide in Mainz übergeben.
 „Durch konstruktive Zusammenarbeit und den Austausch von Ressourcen und Wissen können Kommunen oft mehr erreichen als im Alleingang. Zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden hatte die Landesregierung deshalb beschlossen, die interkommunale Zusammenarbeit in Rheinland-Pfalz weiter auszubauen. Die Kommunen sollen sich dabei gemeinsam zukunftssicher aufstellen und ihre individuellen Identitäten bewahren“, erläuterte Innenminister Michael Ebling.

Insgesamt 122 Kommunen beteiligen sich bisher in 33 Kooperationsverbünden an der Pilotförderung. Für die Jahre 2025 und 2026 waren und sind jeweils fünf Millionen Euro im Landeshaushalt vorgesehen. Bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und im Innenministerium wurden außerdem verschiedene Beratungs- und Koordinierungsstellen etabliert, um die Kommunen individuell zu betreuen.

Grundsätzlich eignet sich die gesamte Bandbreite an kommunalen Aufgaben und Leistungen für  interkommunale Zusammenarbeit. Aus Sicht der Landesregierung und der kommunalen Spitzenverbände stellen sich Kooperationen insbesondere in den Bereichen der Verwaltungsdigitalisierung (z.B. bei der digitalen Abwicklung von Massenverfahren wie beispielsweise in den Feldern Elterngeld, Wohngeld sowie KFZ-Zulassungen), der Cybersicherheit, bei der Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes sowie in Back-Office-Bereichen als besonders erfolgversprechend dar.

„Insgesamt haben wir bisher sehr gute Erfahrungen mit der Interkommunalen Zusammenarbeit gemacht und möchten die Kommunen auch künftig bei der Realisierung ihrer IKZ-Projekte unterstützen. Unsere Förderung und die Jahrestagung „Interkommunale Zusammenarbeit“ wurden von den Kommunen sehr positiv aufgenommen. Ich bin mir sicher, dass diese Kooperationen weiterhin ein Vorbild für viele Kommunen bei uns im Land sein werden“, betonte der Minister.

Innenminister Ebling hat folgenden Kommunen Förderbescheide für ihre gemeinsamen Projekte überreicht:

 

IKZ-KooperationsverbundProjektFördersumme

Landkreis Trier-Saarburg,

Verbandsgemeinden Hermeskeil, Saarburg-Kell, Trier-Land, Ruwer, Schweich und Konz

Gemeinsame Bedarfsplankonzeptionierung

 

 

111.000 €

 

 

Verbandsgemeinden Bruchmühlbach-Miesau, Enkenbach-Alsenborn, Landstuhl, Ramstein-Miesenbach und Weilerbach

Interkommunale Zusammenarbeit Cybersicherheit

 

321.442 €

 

Verbandsgemeinde Wörrstadt, Ortsgemeinden Partenheim, Ensheim, Schornsheim, Saulheim, Gabsheim, Gau-Weinheim, Sulzheim und Stadt Wörrstadt

Gemeinsam.digital (App)

 

83.647 €

Landkreis Donnersbergkreis, Kusel und Stadt Kaiserslautern

 

Ersthelfer-App

 

50.000 €

 

Verbandsgemeinden Wittlich-Land, Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach und Gemeinde Morbach

Straßenmanagementsystem

 

367.458 €

 

Verbandsgemeinden Dierdorf, Puderbach und Selters

Schlauchwaschanlage

 

260.000 €

 

Städte Mainz, Trier, Koblenz und Ludwigshafen 

 

Vier Städte - ein digitales Ökosystem - Gemeinsam Zukunft mit KI gestalten.

370.000 €

 

Landkreise Südliche Weinstraße, Germersheim und Stadt Landau

 

Interkommunales Fördermanagement Südpfalz 

 

233.000 €

 

Verbandsgemeinden Herxheim, Jockgrim und Rülzheim

Kat-Schutz Stromausfall

 

210.000 €

 

Verbandsgemeinden Nastätten, Aar-Einrich und LoreleySozialberatung - Integration - Migration

176.039 €

 

Landkreis Donnersbergkreis, Verbandsgemeinden Kirchheimbolanden, Göllheim und Bruchmühlbach-Miesau

 

Zentrale Vergabestelle und Fördermittelmanagement

 

353.400 €

 

Landkreis Donnersbergkreis, Verbandsgemeinden Eisenberg, Kirchheimbolanden, Göllheim, Nordpfälzer Land und Winnweiler

IKZ Sicherheitstechnik

 

420.000 €

 

Landkreise Donnersbergkreis, Alzey-Worms, Bad Dürkheim, Kaiserslautern und Kusel

Interkommunale Verwaltungsstäbe 

 

419.923 €

 

Verbandsgemeinden Südeifel, Arzfeld und Ortsgemeinde Körperich

E-Check & Hausmeisterservice

 

260.000 € 

 

Rheinland-Pfalz unterstützt Kommunen mit der Sonderförderung "Gemeinsam sicher feiern in RLP"

29.10.2025

Neue Sonderförderung im Bereich von IKZ

 Im Zeitraum 2025/2026 wird das Land kommunale Maßnahmen, insbesondere die gemeinsame Anschaffung mobiler Sperren, im Zusammenhang mit Veranstaltungssicherheit fördern. „Deshalb starten wir ab dem 29. Oktober 2025 die IKZ-Sonderförderung „Gemeinsam sicher feiern in Rheinland-Pfalz“. Um gegenseitig von Erfahrungen in der kommunalen Familie zu profitieren, setzen wir auf interkommunale Zusammenarbeit“, so der Minister. „So können Kosten für die Kommunen reduziert werden.“

Voraussetzungen für die Förderung sind, dass mindestens drei Kommunen interkommunal zusammenarbeiten und die mobilen Sperren über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren gemeinsam nutzen. Die Erarbeitung eines gemeinsamen Konzeptes sowie die gemeinsame Nutzung sind Grundlage für die Anschaffung der mobilen Sperren. 

Antragsberechtigt sind alle rheinland-pfälzischen Kommunen ab Verbandsgemeindeebene. Die Zuwendung für die Bildung einer Kooperation von drei Kommunen beträgt 105.000 € und von mehr als drei Kommunen 140.000 € (Maximalförderung).

„Unser Bundesland ist für seine Geselligkeit bekannt. Wir begegnen uns gerne, sei es auf dem Wochenmarkt, dem Weinfest, dem Weihnachtsmarkt oder bei den zahlreichen Fastnachtsumzügen. Das gesellige Miteinander, der offene Umgang der Menschen untereinander, die zahlreichen Brauchtümer und Feierlichkeiten sind fester Bestandteil unserer Lebenskultur. Dies gilt es zu bewahren. Mit der Sonderförderung im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) unterstützen wir unsere Kommunen darin, die Durchführung von Veranstaltungen und notwendige Aspekte der Sicherheit in Einklang zu bringen“, so Innenminister Michael Ebling.

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an urbanesicherheit(at)mdi.rlp.de

Weitere Informationen zu den Fördergrundsätzen und zum Antragsformular.