Das Trierer Institut für Geldwäsche- und Korruptions-Strafrecht des Fachbereiches Rechtswissenschaften der Universität Trier (TriGeKo), das die Tagung am Freitag in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) veranstaltete, hatte zum gemeinsamen Austausch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Strafverfolgung, Aufsicht, Wissenschaft und Privatwirtschaft aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladen. Die ADD ist für einen Teil des Nichtfinanzsektors zuständige Behörde für den Bereich der Geldwäscheprävention in Rheinland-Pfalz.
„Geldwäsche stellt nicht nur ein juristisches und moralisches Problem dar, sondern ist auch eine erhebliche Belastung für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes. Deshalb ist der fachliche Austausch enorm wichtig, um wertvolle Impulse zu setzen, unsere Strategien im Kampf gegen Geldwäsche weiterzuentwickeln und im Kampf gegen die volkswirtschaftlichen Schäden immer besser zu werden“, betonte ADD-Vizepräsidentin Christiane Luxem in ihrer Begrüßung.
Ziel der Veranstaltung ist es, Wissenschaft und Praxis zu vernetzen, den Austausch zwischen den Akteuren zu fördern sowie eine Plattform der Begegnung zu schaffen. Zahlreiche Fachvorträge beschäftigten sich mit den durch Geldwäsche verursachten Schäden für unsere Volkswirtschaft sowie den konkreten mikro- und makroökonomischen Auswirkungen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer austauschen.
Die ADD ist seit 2011 für die Geldwäscheprävention im Bereich Finanzunternehmen, Dienstleister und Treuhänder zuständig sowie seit 2019 auch für Lottoannahmestellen, Wettvermittlungsstellen und Spielbanken.
Das TriGeKo ist aus der Forschungsstelle für Deutsches, Europäisches und Internationales Korruptions-Strafrecht hervorgegangen. Im Mittelpunkt der Forschungen stehen wichtige strafrechtliche Fragestellungen rund um die Bekämpfung von Geldwäsche- und Korruptionskriminalität auf nationaler, europäischer und internationaler Rechtsebene.