| Deutsch-polnische Jugendbegegnung verbindet Fußball, Begegnung und Europa

Let’s play – zwei Partnerregionen, ein Team!

Vom 8. bis 11. Juni 2026 stand Edenkoben ganz im Zeichen der deutsch-polnischen Freundschaft. Unter dem Motto „Let’s play – zwei Partnerregionen, ein Team!“ kamen 30 Jugendliche mit ihren Betreuerinnen und Betreuern aus Rheinland-Pfalz und der Woiwodschaft Oppeln zu einer viertägigen Jugendbegegnung zusammen.

Organisiert wurde die Begegnung von der Stabsstelle für Europa und Internationales der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) gemeinsam mit der Paul-Gillet-Realschule plus/FOS Edenkoben und der Miro-Deutschen-Fußballschule aus Oppeln. Die Jugendbegegnung war Teil der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und der Woiwodschaft Oppeln.

Fußball verbindet

Im Mittelpunkt der Begegnung stand ein gemeinsames Fußballprojekt. In gemischten deutsch-polnischen Mannschaften trainierten und spielten die Jugendlichen miteinander. Schnell zeigte sich: Um als Team zu funktionieren, braucht es nicht immer viele Worte.

Teamgeist, gegenseitige Unterstützung und die Freude am gemeinsamen Spiel überwanden sprachliche und kulturelle Unterschiede. Mit großem sportlichem Einsatz traten die Mannschaften schließlich bei einem gemeinsamen Turnier gegeneinander an.

Den Abschluss bildete die Siegerehrung mit Medaillen, Urkunden und dem ADD-Pokal. Schulleiter Michael Eich von der Paul-Gillet-Realschule plus/FOS Edenkoben und Heiko Stahl vom Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz würdigten die sportlichen Leistungen und das Engagement der Jugendlichen.

Europa gemeinsam erleben

Neben dem Sport bot die Jugendbegegnung zahlreiche Möglichkeiten für persönlichen Austausch und interkulturelles Lernen. Bei einer Sprachanimation unter der Leitung von Finn Fiedler vom Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz lernten die Jugendlichen spielerisch erste Wörter und Redewendungen der jeweils anderen Sprache kennen.

Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch des Hambacher Schlosses. Als historischer Ort der Demokratie und europäischen Verständigung bot es einen passenden Rahmen, um über die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen sowie über die Bedeutung von Freiheit, Demokratie und europäischer Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen.

Auch bei einem Teambuilding-Workshop in Kooperation mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz waren Teamarbeit und gegenseitiges Vertrauen gefragt. In gemischten deutsch-polnischen Gruppen lösten die Jugendlichen gemeinsam Aufgaben, trafen Entscheidungen und stellten sich unterschiedlichen Herausforderungen. So wuchsen die Jugendlichen im Laufe der Begegnung immer stärker zu einer Gruppe zusammen.

Ergänzt wurde das Programm durch ein interaktives Quiz zum Thema „Gesellschaftliche Vorbilder“. Im Mittelpunkt stand dabei Miroslaw Klose, Schirmherr des Projektes und Persönlichkeit mit deutsch-polnischen Wurzeln. Sein Lebensweg bot einen weiteren Anknüpfungspunkt, um über Identität, Gemeinsamkeiten und die verbindende Kraft des Sports zu sprechen.

Neue Freundschaften und ein Gegenbesuch

Zum Abschluss blickten die Jugendlichen und ihre betreuenden Lehrkräfte gemeinsam auf die vier Projekttage zurück. Dabei wurde deutlich, wie viele neue Kontakte und gemeinsame Erlebnisse in kurzer Zeit entstanden sind.

Die Begegnung machte eindrucksvoll deutlich, wie sich Sport, interkultureller Austausch und politische Bildung miteinander verbinden lassen. Ein wichtiges Zeichen für die Nachhaltigkeit des Projektes setzte die Einladung zu einem Gegenbesuch in Polen: Die Miro-Deutsche-Fußballschule lud die Schülerinnen und Schüler der Paul-Gillet-Realschule plus/FOS Edenkoben nach Oppeln ein. Die Einladung wurde gerne angenommen.

Damit soll der Austausch über die Jugendbegegnung hinaus fortgesetzt und die Partnerschaft zwischen den Jugendlichen beider Regionen weiter mit Leben gefüllt werden.

Dank an die Partner

Ermöglicht wurde die Jugendbegegnung durch die Unterstützung zahlreicher Partner. Finanziell gefördert wurde das Projekt durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW), die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz im Rahmen des Programms Europawoche sowie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz.

Ein besonderer Dank gilt dem Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz, dem Marschallamt der Woiwodschaft Oppeln, dem Landessportbund Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz für ihre Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Gestaltung des Projektes.

Die Jugendbegegnung „Let’s play – zwei Partnerregionen, ein Team!“ hat gezeigt: Partnerschaft lebt vom persönlichen Austausch. Europäische Verständigung beginnt dort, wo Menschen einander begegnen, gemeinsam Erfahrungen sammeln und als Team zusammenwachsen.

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