Kampfmittelräumdienst: 610 Fundmeldungen im Jahr 2024

Trier/Rheinland-Pfalz – Im Jahr 2024 hat der Kampfmittelräumdienst (KMRD) in Rheinland-Pfalz rund 15 Tonnen Munition gefunden und geborgen. Zudem wurden sieben Bombenblindgänger mit einem Bruttogewicht von mehr als 50 Kilogramm entschärft. Insgesamt wurden somit rund 610 Fundmeldungen im letzten Jahr durch die Mitarbeiter des KMRD bearbeitet.

 Zusätzlich wurden 32 Amtshilfeersuchen von Waffenbehörden bezüglich der Abholung von Amnestiemunition (Infanteriemunition) gestellt. Bei diesen Einsätzen wurde ein Gesamtgewicht von rund 5.000 Kilogramm abgeholt und der Vernichtung zugeführt. 

„Das Ende des 2. Weltkrieges jährt sich in diesem Jahr zum 80. Mal. Trotzdem finden wir immer noch gefährliche Relikte des Krieges. Die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes ist dabei von entscheidender Bedeutung für unsere Sicherheit“, so ADD-Präsident Thomas Linnertz. „Die Männer des Kampfmittelräumdienstes beseitigen Munition oder Blindgänger und schützen uns vor den unsichtbaren Bedrohungen, die aus der Vergangenheit stammen.“ 

Hintergrund
Der KMRD wird vom Land Rheinland-Pfalz vorgehalten und kommt bei der Beseitigung von Kampfmitteln sowie bei der Suche nach Kampfmitteln bei konkreten Hinweisen um Einsatz. Organisatorisch gehört er zur Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und besteht aus einer Leit- und Koordinierungsstelle in Koblenz sowie den Räumgruppen in Koblenz und Worms mit insgesamt 14 Mitarbeitern.

Die Kampfmittelbeseitigung ist eine Aufgabe der ordnungsbehördlichen Gefahrenabwehr im Rahmen des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes Rheinland-Pfalz. Hiernach sind grundsätzlich die örtlichen Ordnungsbehörden zuständig, können sich allerdings zur Erfüllung ihrer Aufgaben an den seitens des Landes vorgehaltenen KMRD wenden. 

Dabei ist die Amtshilfe des Kampfmittelräumdienstes auf die zur Abwehr konkreter Gefahren unmittelbar erforderlichen Maßnahmen beschränkt. Aufgrund dessen gehört es nicht zu den Aufgaben des KRMD die Kampfmittelbelastung oder die Kampfmittelfreiheit von Grundstücken im Rahmen der Bauleitplanung beziehungsweise Baugenehmigung zu beurteilen oder zu bescheinigen. Hierzu müssen private Fachunternehmen beauftragt werden. 

Beim Fund von verdächtigen Gegenständen, bei denen es sich um Kampfmittel handeln könnte, sind diese unter keinen Umständen zu berühren oder zu transportieren. In diesen Fällen sollten umgehend die örtlichen Polizeidienststellen oder Ordnungsämter informiert werden. 

 

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