Rokokosaal im Kurfürstlichen Palais in Trier © Touristinformation Trier / Christian Millen

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Das Kurfürstliche Palais - ein Gebäude mit Geschichte

Seit fast 1.700 Jahren wird vom heutigen Sitz der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) aus verwaltet und gestaltet.

Bereits der römische Kaiser Konstantin ließ 306 n. Chr. einen weitläufigen Staatspalast in Trier errichten, von dem heute noch die an die ADD angrenzende Basilika in großen Teilen zeugt.

Ab dem 12. Jahrhundert residierten die Erzbischöfe in dem ehemaligen Palastgebäude.

Kurfürst Lothar von Metternich begann im 16. Jahrhundert mit dem Umbau des Palastes zu einem Renaissanceschloss, das Philipp von Walderdorff im 18. Jahrhundert um einen Rokokoflügel ergänzte.

Von 1794 bis 1930 wurde das Kurfürstliche Palais militärisch genutzt. Nach der französischen Revolution diente es als Lazarett und als französische und dann preußische Kaserne.

Mit der Übernahme Triers durch die preußische Verwaltung änderte sich auch das äußere Erscheinungsbild. Der preußische König Wilhelm IV. ordnete 1844 den Wiederaufbau der kaiserlichen Palastaula zur Nutzung als evangelisches Gotteshaus an.

Mit dem Abzug der französischen Truppen endete 1930 die militärische Nutzung des Palais. Das Rheinische Landesmuseum sollte 1939 in das Palais einziehen.

Im II. Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört. Bis 1956 ließ das Land Rheinland-Pfalz das Kurfürstliche Palais als Sitz der damaligen Bezirksregierung Trier wieder aufbauen.

Seit 2000 ist das Palais Hauptsitz der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion.