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Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit Luftfahrzeugen – Hubschrauberspritzung

Informationen zum Genehmigungsverfahren 2017

Seit 2012 ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) mit Luftfahrzeugen laut Pflanzenschutzgesetz verboten. Grundsätzlich können Ausnahmegenehmigungen für den Weinbau in Steil- und Steilstlagen sowie in der Forstwirtschaft im Kronenbereich von Wäldern erteilt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass es keine praktikablen Alternativen für die Behandlung gibt oder dass gegenüber den anderen Behandlungsmöglichkeiten Vorteile für die menschliche Gesundheit oder den Naturhaushalt bestehen. Diese Voraussetzungen sind in der Regel bei der Bekämpfung von pilzlichen Schaderregern in Steil- und Steilstlagen im Weinbau erfüllt.

Genehmigungen zur Anwendung von PSM mit Luftfahrzeugen werden von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) nach Prüfung der Antragsunterlagen sowie der Voraussetzungen zur Genehmigungsfähigkeit erteilt.

Die Genehmigungen werden mit strengen Auflagen verbunden, um eine sachgerechte Anwendung und den Schutz von Wohngebieten sicherzustellen. Insbesondere dürfen Flächen, die von unbeteiligten Dritten genutzt werden, nicht vom Sprühnebel getroffen werden. 

Es kommen ausschließlich Fungizide (Mittel gegen Pilzkrankheiten) zum Einsatz, die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) speziell für die Anwendung mit Luftfahrzeugen zugelassen oder genehmigt sind. Wie bei allen Anwendungen sind auch bei der Anwendung von PSM mit Luftfahrzeugen die Auflagen und Anwendungsbestimmungen der jeweiligen Mittel einzuhalten.

Pflanzenstärkungsmittel und Düngemittel können weiterhin ohne Genehmigung mit dem Hubschrauber ausgebracht werden.

Die Pflanzenschutzmittelanwendungen mit Luftfahrzeugen werden in der Regel ab Anfang Mai bis Ende August durchgeführt.

Die Flugtermine der genehmigten Behandlungen müssen der ADD mindestens 48 h vor dem tatsächlichen Anwendungszeitpunkt angezeigt werden.

Wegen unvorhersehbaren Witterungseinflüssen und dem sich ständig ändernden Entwicklungszustand der Reben, können die Spritzungen leider nicht früher bekannt gegeben werden. 

Wenn die Lufttemperatur bei der Spritzung zu hoch wird oder die Windgeschwindigkeit zu stark ist, muss die Behandlung verlegt werden, es kann daher zu kurzfristigen Änderungen kommen. Diese Ereignisse werden so schnell als möglich veröffentlicht.

In der Hubschraubersaison werden von der ADD regelmäßig Kontrollen während der Anwendungen durchgeführt, die sich unter anderem auch auf die Einhaltung der erteilten Auflagen beziehen.

Hinweise, Antrag, Anwendungspläne, Flugtermine und genehmigte Flurstücke stehen zum Download bereit.

Spritzgemeinschaften und genehmigte Flustücke

Werden ab Mai 2017 bekannt gegeben.

Anwendungspläne und Flugtermine

Die Informationen stehen ab April/Mai 2017 zum Download bereit.

Kontakt

E-Mail: hubschrauber(at)add.rlp.de
Fax: + 49(651) 9494-77875

Referentin
Marita Jostock
Tel: +49(651) 9494-528

Sachbearbeitung
Klaus Ferring
Tel: +49(651) 9494-581

Norbert Wagner
Tel: +49(651) 9494-539

Barbara Kiesgen
Tel: +49(651) 9494-630

Achim Weyrich
Tel: +49(261) 500818-3545