Notfallzulassung zur Streuanwendung von Ratron Feldmausköder - in Rheinland-Pfalz Antragsverfahren im Obstbau eröffnet

Nach aktuellen Beobachtungen hat sich die Population von Feldmäusen in weiten Teilen des Landes erheblich erhöht und wird sich voraussichtlich weiter fortsetzen.  

Aufgrund der aktuellen Gefährdungslage wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine zeitlich befristete Zulassung für Notfallsituationen zum Einsatz des Pflanzenschutzmittels Ratron Feldmausköder in Streuanwendung erteilt.

Die Zulassung des BVL wurde verbunden mit der Maßgabe, dass die Anwendung nur auf Anordnung des zuständigen Pflanzenschutzdienstes und nach Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden im Hinblick auf den Schutz von auf oder an den zu behandelnden Flächen vorkommenden besonders geschützten oder streng geschützten Wirbeltierarten nach § 7 Abs. 2 Nr. 13 und 14 BNatSchG in Verbindung mit § 1 Bundesartenschutzverordnung sowie längstens bis zum 29.12.2015 erfolgen darf.

Aus naturschutzfachlichen Gründen konnte für die Anwendung auf Ackerland und Grünland keine Zustimmung der Naturschutzbehörden erzielt werden;  eine Anwendung ist dort daher nicht möglich.

Für Baumobstanlagen kann  entsprechend dem Durchführungserlass des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (Näheres siehe Download auf der rechten Seite) ein Berechtigungsschein für die Anwendung von Ratron Feldmausköder mit dem Antragsformular (siehe Downloads) über das DLR Rheinpfalz bei der ADD beantragt werden. Das DLR reicht den Antrag zusammen mit einer fachlichen Stellungnahme bei der ADD ein. Die Genehmigung ist kostenpflichtig; die Mindestgebühr beträgt 150 €.

Kontakt

Marita Jostock
Tel: +49(651) 9494-528

Barbara Kiesgen
Tel: +49(651) 9494-630