© ADD RLP

© ADD RLP

Quarantäneschaderreger

Als Quarantäneschaderreger gelten Organismen mit Schadwirkung auf Pflanzen in einem Gebiet, in dem sie bisher noch nicht auftreten oder noch nicht weit verbreitet sind. In der Regel handelt es sich dabei um Organismen, die große Schäden in der Land- oder Forstwirtschaft verursachen und die biologische Vielfalt in den neuen Gebieten bedrohen können. Daher unterliegen sie amtlichen Überwachungs- und Bekämpfungsmaßnahmen, die darauf abzielen, die Einwanderung oder die weitere Ausbreitung zu verhindern.

Xylella fastidiosa

Die Europäische Kommission hat mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/789, zuletzt geändert durch den Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2417 vom 17. Dezember 2015, Maßnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Xylella fastidiosa erlassen.

Bei dem Bakterium Xylella fastidiosa, auch Feuerbakterium genannt, handelt es sich um einen Quarantäneschaderreger, der erstmals im Jahr 2013 in Europa aufgetreten ist. Dieses Bakterium kann eine Vielzahl von Pflanzen befallen und mit Pflanzen zum Anpflanzen oder von Vektoren übertragen werden.

Informationsblatt zur Xylella fastidiosa

Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen 

 

 

Feuerbrandkrankheit

Feuerbrandkrankheit - Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung in Deutschland

Auftreten von Kartoffelkrebs

An den folgenden Standorten in Rheinland-Pfalz wurde ein Befall mit dem Erreger der Kartoffelkrebses (Synchytrium endobioticum) festgestellt:

  • In der Gemarkung „Becherbach (2066) Flur 0“ auf dem Flurstück Nummer 4279
    (Feststellung im September 2016)
  • In der Gemarkung „Preist (2904) Flur 17“ auf dem Flurstück Nummer 175
    (Feststellung im September 2016)
  • In der Gemarkung Pfeffelbach (4768) Flur3“ auf dem Flurstück 134/3 (Feststellung im November 2009)

Nach derzeitiger wissenschaftlicher Erkenntnis geht keine direkte gesundheitliche Gefährdung für Mensch und Tier von dieser Pflanzenkrankheit aus. Es handelt sich jedoch um eine gefährliche Quarantänekrankheit der Kartoffel, die erhebliche wirtschaftliche Schäden im Kartoffelanbau verursachen kann. Es müssen deshalb Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung dieser Krankheit ergriffen werden.

Aus diesem Grund hat die Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion folgende Allgemeinverfügungen erlassen:

Die Allgemeinverfügungen für Preist und Becherbach wurden am 27.2.2017 im Staatsanzeiger veröffentlicht und gelten ab dem 28.2.2017 als bekannt gegeben.

Es wurde jeweils eine Sicherheitszone eingerichtet, in der keine Kartoffeln und Pflanzen, die zum Verpflanzen auf andere Flächen bestimmt sind, angebaut, eingeschlagen oder gelagert werden dürfen

In der Sicherheitszone, jedoch nur außerhalb des Befallsfeldes,  dürfen ausnahmsweise solche Kartoffelsorten angebaut werden, die gegen die Pathotypen 1, 2, 6, 8 und 18 des Erregers resistent sind.

Nach der aktuellen Sortenliste des Bundessortenamten sind dies die  Kartoffelsorten Django, Kuba, Megusta, Stefanie, Transit, Ulme und Gandawa. Davon sind lediglich die Sorten Megusta und Stefanie als Speisekartoffeln geeignet.  

Weitere fachliche Informationen zum Kartoffelkrebs finden Sie im

Kontakt

Referentin
Marita Jostock
Tel: +49(651) 9494-528

Sachbearbeitung
Katja Alger-Scheuer
Tel: +49(651) 9494-576

Lothar Eichmann
Tel: +49(6321) 99-2619

Mira Emig
Tel: +49(6321) 99-2953

Sabine Lindemann
Tel: +49(261) 500818-3546