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Pflanzengesundheit

Wir leben im Zeitalter der Globalisierung. Tagtäglich wächst der weltweite Strom der Waren und Güter. Für den modernen Verbraucher sind exotische Früchte und Gemüse wie z.B. Mango, Guave, Granat-Apfel, Litschis, Avocados und Papayas seit langem fest im Warenbestand etabliert.

Auch im industriellen Maßstab sind pflanzliche Erzeugnisse als Grundlage oder Bestandteil von Nahrungsgütern (z.B. Getreide, Soja, Kaffee, Kakao) oder in Form von Holzprodukten (Möbel, Fenster, Spielzeug), aus dem internationalen Handel nicht mehr wegzudenken.

Bei dieser Fülle an Warenströmen mit pflanzlichen Erzeugnissen ist es nur zu wahrscheinlich, dass die natürlichen "Mitbewohner" dieser Materialien in der jeweiligen Heimat, ob als Virus, Bakterium, Pilz, Nematode, Milbe oder Insekt, ihre "Wirte" an die neuen Bestimmungsorte begleiten.

Oftmals können diese blinden Passagiere dort optimale Lebensbedingungen finden, sich unkontrolliert ausbreiten und damit erheblichen Schaden an der heimischen Natur und Umwelt verursachen.

Eine wesentliche Rolle spielen hierbei auch die in der Vergangenheit kaum beachteten hölzernen Verpackungen des internationalen Warentransports.

Nur gesundes pflanzliches Material soll importiert - und natürlich auch exportiert - werden. Daher muss auch auf die Freiheit von qualitätsmindernden Schadorganismen (pflanzengesundheitliche Qualität) geachtet werden.

Pflanzengesundheitliche Maßnahmen sichern die nachhaltige Pflanzenproduktion, schützen Pflanzen in ihren Lebensräumen und damit die Umwelt und den Verbraucher.

Die Überwachung dient der Gesunderhaltung und Qualitätssicherung von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen durch vorbeugende Maßnahmen, Verhütung der Einschleppung oder Verschleppung von Schadorganismen, Abwehr oder Bekämpfung von Schadorganismen.

Bestimmte Krankheiten und Schädlinge sind meldepflichtig.
Beispiel:

  • Feuerbrand,
  • Kartoffelnematoden,
  • Kartoffelkrebs
Xylella fastidiosa

Die Europäische Kommission hat mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/789, zuletzt geändert durch den Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2417 vom 17. Dezember 2015, Maßnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Xylella fastidiosa erlassen.

Bei dem Bakterium Xylella fastidiosa, auch Feuerbakterium genannt, handelt es sich um einen Quarantäneschaderreger, der erstmals im Jahr 2013 in Europa aufgetreten ist. Dieses Bakterium kann eine Vielzahl von Pflanzen befallen und mit Pflanzen zum Anpflanzen oder von Vektoren übertragen werden.

 

 

Weitere Informationen

Feuerbrandkrankheit - Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung in Deutschland

Informationsblatt zur Xylella fastidiosa

Kontakt

Standort Trier
Marita Jostock
Tel: +49(651) 9494-528

Katja Alger-Scheuer
Tel: +49(651) 9494-576

Standort Neustadt a.d.W.
Lothar Eichmann
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Mira Emig
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Standort Koblenz
Andrea Erhard-Ihmann
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Achim Weyrich
Tel: +49(261) 500818-3545