Gemeinsames Willkommens-Projekt zwischen Kusel und Trier

Trier/Kusel – Schülerinnen und Schüler der Trierer Medard-Schule, Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache, waren in den vergangenen Wochen mit einem besonderen Projekt beschäftigt. Sie haben für die Schülerinnen und Schüler in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Kusel kleine Geschenkpakete gebastelt. Diese wurden nun pünktlich vor Weihnachten übergeben.

„Die Pakete sind ganz schön voll, da werden sich die Kinder sehr freuen!“, ist sich Nico, 13 Jahre alt, sicher. Er ist einer von 11 Schülerinnen und Schülern der Medard-Schule in Trier Süd, die in den letzten Wochen insgesamt 23 Pakete gebastelt und befüllt haben, die jetzt an der AfA in Kusel übergeben wurden. Ihre Lehrerin, Julia Arend, erklärt: „Es war uns wichtig, in Zeiten der abnehmenden Willkommenskultur ein Zeichen zu setzen.“ Deshalb habe man sich auch im Unterricht viel mit Fluchtursachen, Kindern auf der Flucht und ihren Lebensbedingungen beschäftigt. Den Schülerinnen und Schülern sei es auch wichtig gewesen, die Pakete mit den Erlösen aus dem von der Klasse betriebenen Schülercafé zu bezuschussen. Den Rest des Geldes für Süßigkeiten und kleine Spielzeuge steuerten Lehrer, Eltern und Freunde bei. Über Wochen wurde geplant, gebastelt und eingekauft.

Ein Aufwand, der sich absolut gelohnt hat, wie Andreas Koerfer, Lehrer an der AfA in Kusel, bestätigen kann: „Die Kinder waren überglücklich, wollten direkt Dankesbriefe für die Trierer Schüler schreiben!“ Eine Idee, die natürlich sofort in die Tat umgesetzt wurde. Auch wenn viele der Kinder gar keine Christen sind und dieses Jahr das erste Mal Weihnachten erleben, über die Geschenke und die damit verbundene Geste des Willkommens waren alle überglücklich.

„Ein absolut tolles Projekt und einige der schönsten Unterrichtsstunden, die ich je erlebt habe“, so Arend. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist jetzt schon geplant.