Friedens- und Arbeitsprojekt Worms auf dem Alliiertenfriedhof – Werbung für den Frieden

Trier/Worms – Auf dem Alliiertenfriedhof Worms wurden umfangreiche Instandsetzungs- und Pflegemaßnahmen durchgeführt. Vertreter der Stadt Worms sowie der Fallschirmjägerkameradschaft Fritz Walter Zweibrücken und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (AD) verständigten sich im Frühjahr, die Gedenkstätte mit erforderlichen Maßnahmen im Rahmen eines Arbeits- und Friedenslager zu verbessern. Von Seiten der Stadt Worms und der ADD wurden die Aufgaben mit den ehrenamtlichen Kameraden der Gruppe aus Zweibrücken im Vorfeld festgelegt. Die ADD hat das Friedensprojekt auf dem Wormser Hauptfriedhof mit dem Integrationsbetrieb Friedhof Worms organisiert.

Das Arbeits- und Friedenscamp findet vom 30. Juli bis 03. August statt. Zu den umfangreichen Aufgaben der ehrenamtlichen Helfer zählte unter anderem das Erneuern des circa 200 Meter langen Weges. So das Versetzen mit Randsteinen und das Anbringen einer neuen Deckschicht (Basaltsplitt) sowie das Reinigen der Denkmäler und Monumente auf der Gedenkstätte.

ADD-Mitarbeiter Raimund Schneider hat mit der Gruppe aus Zweibrücken zu der auch aktive Bundeswehrsoldaten der Luftlandeaufklärungskompanie 260 Lebach gehören, bereits mehrere Friedensobjekte beispielsweise in Bad Kreuznach, Boppard oder Esch/Eifel durchgeführt. Im Sommer 2010 startete das erste gemeinsame Friedensprojekt in Wallendorf an der Sauer.

Oberbürgermeister Michael Kissel und ADD-Vizepräsidentin Begoña Hermann dankten gemeinsam den Teilnehmern für ihren ehrenamtlichen einwöchigen Einsatz auf der Wormser Gedenkstätte. 

ADD-Vizepräsidentin Hermann, deren Behörde für die Kriegsgräberfürsorge in Rheinland-Pfalz zuständig ist, betonte bei der Abschluss- und Gedenkveranstaltung: “Dieser Alliiertenfriedhof zeigt und mahnt uns sehr eindrücklich, wie wertvoll der Frieden für uns alle ist. Es ist viele besser, die vorhandenen Kriegsgräberstätten zu pflegen als neue Kriegsgräberfriedhöfe anlegen zu müssen!“ Auch Oberbürgermeister Kissel hob die besondere Bedeutung und Wichtigkeit des Friedens hervor.

Dieter Burgard, VDK-Vorstandsmitglied und Beauftragter für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen des Landes Rheinland-Pfalz, führte in seinem Grußwort aus, dass der ehrenamtliche Dienst auch auf Kriegsgräberstätten ein außerordentlicher und wichtiger Beitrag für ein friedliches Miteinander bedeutete und sehr lohnenswert sei.

Mit einem gemeinsamen Totengedenken und der Niederlegung eines Kranzes für die auf dem Alliiertenfriedhof ruhenden Kriegsgefangenen aus Großbritannien, Italien, Rumänien, Russland und Polen der beiden Weltkriege endete die sehr würdevolle Gedenkveranstaltung.