Ein Lichtblick zwischen Flucht und Corona – Schülerinnen und Schüler der Medard-Schule beschenken Kinder in der AfA Kusel

Trier/Rheinland-Pfalz – Schülerinnen und Schüler der Trierer Medard-Schule waren in der Vorweihnachtszeit erneut mit einem besonderen Projekt beschäftigt. Sie haben wie schon in den letzten Jahren für Kinder an der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Kusel kleine Geschenke gepackt. Diese wurden nun pünktlich vor Weihnachten übergeben.

Die Schüler der Klasse 7-9 der Medard-Schule in Trier Süd sind sehr stolz auf ihre jährliche Tradition. Und auf all die Pakete, die jetzt an der AfA in Kusel übergeben wurden. Ihre Lehrerin Julia Arend erklärt: „Dieses Jahr mussten wir mehr Geschenke basteln als je zuvor, und das auch noch in der Corona-Zeit… aber es war den Kindern deswegen umso wichtiger, es zu machen!“ Insgesamt wurden Päckchen für fast 40 Kinder zwischen elf und 16 Jahren befüllt und verpackt. Den Schülerinnen und Schülern sei es ein Anliegen gewesen, die Pakete mit den Erlösen aus dem von der Klasse betriebenen Schülercafé zu bezuschussen. Den Rest des Geldes für Süßigkeiten und kleine Spielzeuge steuerten andere Klassen, Lehrer, Eltern und Freunde bei. Über Wochen wurde geplant, gebastelt und eingekauft. Unterstützung kam hierbei auch von der Schulsozialarbeiterin Madelein Lebien.

Der große Aufwand hat sich wieder gelohnt, wie Andreas Koerfer, Lehrer an der AfA in Kusel, bestätigen kann: „Die Flüchtlingskinder freuen sich da immer wahnsinnig drüber. Aber dieses Jahr hat es noch mal eine andere Wertigkeit. Zwischen Flucht und Corona ist es ein echter Lichtblick für viele!“ Und so wurden sofort Dankeskarten nach Trier geschrieben, auf Deutsch – das war den Flüchtlingskindern besonders wichtig. Selbst wenn viele von ihnen gar keine Christen sind und dieses Jahr das erste Mal Weihnachten erleben, über die Geschenke und die damit verbundene Geste des Willkommens waren alle überglücklich.